Treffpunkt
Ein offener Ort mitten im Dorf, an dem man sich begegnet – Jung und Alt, Alteingesessene und Neue.
Planungsteam „Bürgerhaus Schmidt“
Heute eine Wiese. Morgen ein Ort für Begegnung, Kultur und Vereine. Der Rat hat Ja gesagt.
Aktuell Ratssitzung · 6. Oktober 2026
Es war knapp – doch am Ende steht ein Ergebnis für Schmidt.
In der heutigen Sitzung hat sich der Rat der Stadt Nideggen in geheimer Abstimmung mit 13 Ja- zu 11 Nein-Stimmen bei einer Enthaltung für den Alternativvorschlag der Verwaltung ausgesprochen: die Fortsetzung im Förderprogramm „Lebendige Zentren“ mit der Minimalvariante. Damit ist der Weg frei, das Bürgerhaus in Schmidt zu realisieren.
Zahlreiche Schmidterinnen und Schmidter haben die Sitzung verfolgt – der Saal war voll, viele standen bis zum Schluss. Bei der Abstimmung herrschte höchste Spannung: Man hätte einen Stift fallen hören können. Am Ende haben Vernunft und Argumente überzeugt.
Heute wurde Demokratie erlebbar und fühlbar. Das ist ein wichtiges Zeichen in der heutigen politischen Welt.
Bürgerinnen und Bürger haben sich informiert, sind gekommen und haben gezeigt, was ihnen ihr Ort bedeutet. Der Rat hat abgewogen und entschieden – offen, nah an den Menschen und mit Blick auf die Zukunft. Eine solche Entscheidung vor Ort stärkt das Vertrauen in die Demokratie, gerade in einer Zeit, in der viele an politischen Prozessen zweifeln.
Wir danken allen Bürgerinnen und Bürgern, die heute dabei waren und dieses für Schmidt so große Ergebnis möglich gemacht haben. Danke für die großartige Unterstützung!
Planungsteam „Bürgerhaus Schmidt“
Stimmenverhältnis laut Bericht der Aachener Zeitung vom 07.10.2026 · Fotos: Felix Klein · Zum Vergrößern antippen.
Pressestimmen
„Jubel, anhaltender Applaus und reihenweise freudige Gesichter“
„Zur Ratssitzung in Nideggen hat Schmidt mobil gemacht“
„Mit der letzten Stimme ist die Entscheidung gefallen: Nideggen hält am Förderprogramm für Schmidt fest.“
Zu den vollständigen Berichten: „Als die Nideggener Mehrheit fällt, jubelt Schmidt“ – Aachener Zeitung · „Nideggen behält Förderprogramm für Schmidt“ – Radio Rur
Was entstehen kann
Ein Haus für alle – offen und ohne Konsumzwang, getragen durch Café und gewerbliche Veranstaltungen. Ein Ort, der Menschen zusammenbringt und die Gemeinschaft stärkt, weit über Schmidt hinaus.
KI-Visualisierung So könnte es aussehen: Previsual auf Basis des Entwurfs, nicht maßstabsgetreu.

Ein offener Ort mitten im Dorf, an dem man sich begegnet – Jung und Alt, Alteingesessene und Neue.
Eine Bühne für Konzerte, Theater, Lesungen, Karneval und Auftritte aus dem Dorf.
Raum für Bürgerversammlungen, Diskussionen und Infoabende. Wo man sich begegnet, redet man miteinander statt übereinander.
Ein festes Zuhause für Vereine und Engagement. Was heute schon läuft, bekommt Raum zum Wachsen.
Damit die Jungs und Mädels von morgen auch im Dorf feiern, sich treffen und engagieren können.
Veranstaltungen, die Besucherinnen und Besucher von weit her nach Schmidt holen.
Ein Saal für Feste, Konzerte und Vereine – dazu ein Raum für kleinere Veranstaltungen.
Ein Treffpunkt im Dorf, auch für den Tourismus. Eine Bäckerei ist als Ankermieter vorgesehen.
Der Betrieb soll extern laufen. Die Betriebskosten sollen gewerbliche Veranstalter und der Ankermieter tragen.
Vision und Angaben zu Saal, Café und Betrieb: Planungsteam „Bürgerhaus Schmidt“.
Die Planung
Entwurfszeichnungen: Molestina Architekten + Stadtplaner, Wormser Straße 21, 50677 Köln. Zum Vergrößern antippen.
So könnte es aussehen
Brötchen, Kaffee, ein kurzes Gespräch – der Tag beginnt im Dorf.
Gemeinsam statt allein – ein fester Termin in der Woche.
Ein Ort für Kinder und Jugendliche, nah und sicher.
Gruppen und Vereine besprechen ihr nächstes Event.
Chor, Theatergruppe oder Bürgerversammlung im kleinen Raum.
Konzert, Karneval, Feier – mit bis zu 600 Gästen.
Beispielhafter Tagesablauf zur Veranschaulichung – kein festes Programm.
Was Schmidt heute schon auf die Beine stellt
„Ein Bürgerhaus in Schmidt ist für mich weit mehr als ein Ort für Veranstaltungen. Es ist eine Investition in die Zukunft des Standorts und kann einen wichtigen wirtschaftlichen Impuls für die gesamte Region setzen.
Schmidt bringt dafür eine besondere Voraussetzung mit: die einmalige Lage und die hohe Aufenthaltsqualität. Genau diese Kombination macht den Standort attraktiv – für Einheimische ebenso wie für Gäste und Veranstalter. Ein gut geplantes Bürgerhaus kann diese vorhandenen Stärken bündeln und Schmidt als Veranstaltungs- und Begegnungsort nachhaltig aufwerten.
Wir erwarten dadurch nicht nur zusätzliche Besucher, sondern auch konkrete wirtschaftliche Effekte für Gastronomie, Beherbergung, Dienstleister und weitere Betriebe in der Region. Mit dem wachsenden Angebot können zudem neue Arbeitsplätze und zusätzliche Wertschöpfung entstehen.
Entscheidend ist für mich dabei: Das Konzept ist so angelegt, dass sich das Bürgerhaus langfristig aus seinem eigenen Betrieb heraus tragen kann. Wir schaffen damit keine dauerhafte Belastung, sondern eine Infrastruktur, die wirtschaftliche Aktivitäten ermöglicht, Gemeinschaft stärkt und gleichzeitig neue Perspektiven für Schmidt eröffnet.“
„Vor mittlerweile fünf Jahren bin ich mit meiner Familie von Köln nach Schmidt gezogen. Was mich hier von Anfang an beeindruckt hat, war der Zusammenhalt der Menschen und die Bereitschaft, gemeinsam etwas Großes auf die Beine zu stellen. Beim Donkey Creek Rennen durfte ich diesen Gemeinschaftssinn selbst erleben. – In Köln niemals möglich!
Fünf Menschen im Kernteam haben ihre Fähigkeiten gebündelt und ein Fahrradrennen aufgebaut, das inzwischen Menschen aus ganz Deutschland, Belgien und den Niederlanden nach Schmidt bringt. Möglich ist das nur durch die vielen Menschen aus der Region, die ihre Zeit, ihre Fähigkeiten und ihre Energie ehrenamtlich einbringen. Jeder trägt seinen Teil bei – und gemeinsam entsteht etwas, das für einen Einzelnen niemals möglich wäre.
Diese Erfahrung hat mir gezeigt, welches Potenzial in Schmidt steckt. Deshalb bin ich sehr davon überzeugt, dass ein Bürgerhaus ein riesiger Gewinn für den gesamten Ort wäre.
Es könnte einen Ort schaffen, an dem Menschen zusammenkommen, Ideen entwickeln, Veranstaltungen entstehen und sich genau dieser besondere Gemeinschaftssinn weiter entfalten kann. Ich hoffe sehr, dass die politischen Entscheidungen positiv für uns ausfallen und die Planung sinnvoll, nachhaltig und kosteneffizient weitergeführt wird. Denn ich bin überzeugt: Es lohnt sich, für einen solchen Ort zu kämpfen.“
Emotion und Nutzen gehören zusammen
Ein Bürgerhaus ist kein Luxus. Es schafft Werte, die weit über die Baukosten hinausgehen – für das Dorfleben und für die Wirtschaft vor Ort. Davon ist das Planungsteam überzeugt.
Veranstaltungen wie Donkey Creek holen schon heute Besucher aus ganz Deutschland, Belgien und den Niederlanden nach Schmidt. Mit einem Haus können es mehr werden – und wer kommt, kauft ein, kehrt ein und bleibt.
Café und Bäckerei als Ankermieter: ein täglicher Anlaufpunkt für Einheimische und Gäste.
Vereine, die einen Ort zum Planen haben, stellen mehr auf die Beine. Jede Stunde Ehrenamt ist ein Wert, den kein Haushalt bezahlen könnte.
Ein Treffpunkt hält Schmidt attraktiv – für Familien, Junge und Ältere, für Zugezogene und Alteingesessene.
Einmal errichtet, wirkt das Haus über Jahrzehnte – Feste, Vereine und Begegnungen Jahr für Jahr.
Bei Fortsetzung des Förderprogramms ist das Bürgerhaus laut Verwaltung für den städtischen Ergebnishaushalt ergebnisneutral – 60 % Förderung, 40 % Investitionspauschale.
Einschätzung des Planungsteams „Bürgerhaus Schmidt“. Ergebnisneutralität: Sitzungsvorlage BVL-63/2024, 6. Ergänzung, Rat der Stadt Nideggen, 06.10.2026.
Worum es ging
Finanzierung des Bürgerhauses
Ob das Bürgerhaus den städtischen Haushalt belastet, hängt laut Verwaltung davon ab, ob die Förderung fortgesetzt wird.
60 % Förderung aus dem Programm, 40 % Eigenanteil aus der Investitionspauschale des Landes. Nach dem Beschluss des Rates, die Investitionspauschale einzusetzen, bleibt das Bürgerhaus für den städtischen Ergebnishaushalt ergebnisneutral. Nicht eingerechnet sind die Nebenkosten des Betriebs, die der Betreiber trägt.
Die Investitionspauschale (rund 2,4 Mio. €) deckt nur einen Teil. Der Rest müsste über Investitionskredite finanziert werden, und die anteilige Abschreibung belastet die Ergebnisrechnung über 80 Jahre. Das Bürgerhaus wäre dann nicht mehr ergebnisneutral.
Quellen: Sitzungsvorlage BVL-63/2024, 6. Ergänzung, Rat der Stadt Nideggen, 06.10.2026 · Kostenübersicht der Verwaltung „STEP – entstandene Kosten“, Stand 10.07.2026
Beratungsfolge
Das Stadtentwicklungsprogramm wird seit Februar 2020 in Fachausschüssen und im Rat beraten, zuletzt im Rat am 12.11.2024.
Der Rat vertagt die Entscheidung über die Beendigung der Teilnahme in den Fachausschuss.
Die Verwaltung stimmt mit dem Ministerium eine Maximal-Reduzierung der Maßnahmen ab.
Der Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt entscheidet mehrheitlich, keinen Fortsetzungsantrag zu stellen.
Der Rat spricht sich in geheimer Abstimmung knapp für den Alternativvorschlag aus – 13 Ja, 11 Nein, 1 Enthaltung: Fortsetzung im Förderprogramm mit der Minimalvariante – und damit für das Bürgerhaus.
Bürgermeister und Verwaltung stellen den Fortsetzungsantrag im Förderprogramm. Wird die Förderung versagt, wird die geplante Dorfentwicklung gestoppt.
Quelle: Sitzungsvorlage BVL-63/2024, 6. Ergänzung, Rat der Stadt Nideggen, 06.10.2026 (Sachverhalt und Beratungsfolge) · Ergebnis vom 06.10.2026: Planungsteam „Bürgerhaus Schmidt“; Stimmenverhältnis und Frist für den Fortsetzungsantrag laut Aachener Zeitung, 07.10.2026
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